Zum 75jährigen Vereinsjubiläum
hatten unsere Schachfreunde aus Langenfeld zu einem Schnellschachturnier
geladen. Die Propaganda im Vorfeld machte sich bezahlt, Martin Richrath,
Georg Schomberg und ihr Team haute es glatt vom Sockel, als sie heute
früh die Teilnehmerzahl von 82 registrieren durften.
Neben den örtlichen "Schachgrößen" hatten sich
auch viele IMs eingefunden, die regional bekannten üblichen Verdächtigen,
wenn es um den scheinbar leicht verdienten Euro geht.
Auch für Entertainment war reichlich gesorgt. Ein bekannter Leverkusener
Meister, später als bester SRW'ler prämiert, tat sich mit einer
bühnenreifen Schimpftirade hervor. Auch der leider übliche trash-talk
zwischen einem deutschen IM und der osteuropäischen Preisgeldjäger-Fraktion
durfte natürlich nicht fehlen, leider waren auch diese Kommentare
wenig salonfähig. Das tat der glänzenden Stimmung beim hervorragend
organisierten Event aber keinen Abbruch, vielmehr trug es zur allgemeinen
Unterhaltung bei.
Aus Baumberg konnten wir leider nur zwei aktive Teilnehmer stellen, berufliche
Gründe zwangen den ein oder anderen in die Zuschauerrolle. Jörg
Siepelmeyer und vor allem Manfred Schneider vertraten uns aber mehr als
würdig. Manni spielte wohl das Schnellschachturnier seines Lebens
und landete später mit 6/9 auf einem herausragenden
11. Platz. Umgeben in der Tabelle von 2200-2400ern strich er selbstverständlich
den Ratingpreis ein und war zudem zweitbester Spieler unseres Schachkreises,
vor der kompletten Langenfelder Streitmacht und Koryphäen wie Frank
Reinemer.
Während es sportlich für den Schachclub Baumberg in der Jubiläumssaison nicht besser laufen könnte, muss man menschlich einen Schicksalsschlag nach dem anderen hinnehmen.
Nachruf:
Unser lieber Schachfreund Ludwig Bornhorst ist am gestrigen
Abend, den 26. Februar 2008, in einem Leverkusener Krankenhaus
im Alter von 72 Jahren an akutem Herz-Kreislauf-Versagen
verstorben.
Er bleibt uns allen als ein lebensfroher Feingeist in
Erinnerung, mit dem man stets trefflich über jedes
Thema eine anregende Unterhaltung führen konnte.
Ich erinnere mich gerne daran zurück, wie er auf
einem Vereinsausflug einmal mit Jan zunächst über
Physik, Politik und dann über Helge Schneider diskutierte.
Er hatte jedoch auch immer ein offenes Ohr und feines
Gespür für die Probleme anderer und fand so
häufig mit seinem warmherzigen und doch typisch
schachlich analytischem Denken die passenden Worte,
wenn es darum ging, schwierige Situationen zu beschreiben.
Er
wird unter anderem im Schachclub Baumberg eine große
Lücke hinterlassen. Das nicht nur, weil er sich
mit unermüdlichen Einsatz um die Versorgung seiner
Schachbrüder mit Getränken kümmerte und
die Abrechnung dessen mit einer liebenswerten Akribie
erledigte, die manches Mal zum Kopfschütteln einlud.
Nein, darin erschließt sich sicher nicht Ludwigs
Verdienst für den Verein und vor allem für
die Atmosphäre. Ludwig war einfach immer da, ein
Spiel- und Gesprächspartner für jedermann.
Er war jemand, der es liebte gegen schwächere Spieler,
insbesondere Jugendliche, mit Pauken und Trompeten zu
verlieren, um ihnen eine Freude zu bereiten!
Ich selber habe so viele Erinnerungen an Ludwig, für
die ich dankbar bin und die mir ein stückweit die
Freude am Schachspiel und am Vereinsleben als damals
15jähriger gebracht haben. Eine der ersten Blitzpartien,
die ich damals bewundern durfte, wurde mit so vielen
Sprüchen begleitet, dass ich dachte, Schachkämpfe
werden vor allem verbal ausgetragen. Ich habe es noch
genau vor Augen, wie Ludwig seine legendären Bauernwalzen
vorwärtsbewegte: c5-c6 "Der läuft bis
nach Bottrop!" und d4-d5 kam gleich "mit der
Post" hinterher. Für mich auch unvergessen
ist der Sonntag, an dem Jörg Rainer K. das erste
Mal einen Schachcomputer mit in den Verein brachte,
einen in Holz gehaltenen Mephisto. Ludwig versuchte
den gesamten Sonntag, die "Höllenmaschine"
zu entzaubern.
Wenig später kaufte er sich selbst einen für
daheim, der - wie Flori einmal anmerkte - sicher bald
in Streik trete, weil Ludwig mehr Züge zurücknahm
als ausführte. Vielleicht liegt hier auch die Geburtsstunde
der "Baumberger Regel", die Ludwig so gerne
ausrief - meist jedoch für seine Gegner proklamierend.
Ludwig war nicht nur ein passionierter Blitzspieler,
im übrigen kann ich mich auch an keine Turnierpartie
von ihm erinnern, in der er mehr als 12-13min verbrauchte.
Er liebte es auch zu analysieren und Partien oder Problemstellungen
vorzuführen. Unvergesslich bleiben seine kleinen
Schnipsel, liebevoll aus der Prisma herausgetrennt,
kleine Perlen, mit denen er früher so manchen Auftakt
in einen freitäglichen Spielabend bestritt.
Ludwig wird uns allen als charismatischer Vereinskamerad
in Erinnerung bleiben. Ein Mensch, dessen kleine Schrullen
stets liebenswert waren, der eigentlich niemals aneckte
und der sich immer - auf seine besondere Weise - für
den Verein eingab.
Ludwig, du wirst uns allen sehr fehlen. Dein Schachfreund
Rainer
Am Dienstag
Morgen verstarb völlig unerwartet unser langjähriger
Schachfreund
und Vereinskamerad Dieter Klaus im Alter von 72 Jahren.
Dieter war seit Jahren einer der besten Blitzschachspieler
unseres Vereins und feierte gerade in der zurückliegenden
Saison einige überraschende schachliche Erfolge.
Sein fröhliches und unkompliziertes Wesen machte
ihn nicht nur zu einem beliebten Spielpartner. Selten
ließ er Spieltage und Möglichkeiten zum Blitzen
aus; wann immer es das Wetter erlaubte, reiste er mit
dem Fahrrad aus Stürzelberg an, vorwiegend Sonntag
morgens und montags zum Seniorenschach. Dort erlitt er
diesen Montag einen Zusammenbruch, der trotz sofortigen
Reanimationsversuchen folgenschwer war.
Unsere Gedanken sind auch bei Dieters Familie, der wir
vor allem die nötige Stärke wünschen, mit
diesem Schicksalsschlag umzugehen.

Seit
kurzer Zeit hat sich auch unser kleiner, aber feiner Club
am Baumberger Vereinsbaum verewigt. Der nicht ganz billige,
aber äußerst repräsentative Akt der Präsentation
auf einer Holztafel wurde finanziell von unserem langjährigem
Kameraden Alfred Peters ermöglicht. Zu bewundern ist
der Vereinsbaum auf der Wiese gegenüber der Linde,
neben der kath. Kirche. (Bilder anklicken zur Großansicht)
Manni Schneider erwischte beim
NRW-U25-Open ein unglaublichen Start. Nicht so sehr die bislang 2,5 Punkte
aus 4 Partien sind so überraschend. Das kann durch das Schweizer System
schnell mal passieren. Aber Manni spielte stets an der Spitze mit und lieferte
nach einem Auftaktsieg gegen einen schwächeren Gegner drei Hammer-Resultate:
Remis gegen Dimitri Ratkovitch (DWZ 2032), Remis gegen Hendrik Mantler (DWZ
2103) und in Runde 4 konnte ihn auch der topgesetzte Julian Scheider (DWZ
2129) nicht bezwingen. Die Ergbnisse gibt es hier.
Ergänzung: In den beiden folgenden Runden remisierte Manfred
erneut, dieses Mal gegen zwei 1800er, ehe er sich dann doch in der letzten
Runde Michael Coenen (DWZ 2093) geschlagen geben musste. Mit 50% steht am
Ende von den nackten Zahlen her ein erwartetes Ergebnis zu Buche, allerdings
zeigt die Turnierleistung von knapp 1950, dass Manfred doch ein überdurchschnittlich
gutes Turnier spielte.
Ein kleiner Nachrichtendienst
von den "Jungs", die dem Verein mehr oder weniger nah stehen:
Thomas Fiebig ist mit seiner Bundeswehr-Equipe Nato-Meister geworden!!
In der Endabrechnung konnte er sich sogar noch vor der zur Zeit besten deutschen
Schachspielerin Elisabeth Pähtz platzieren! In seinem neuen Verein
SF Dortmund-Brackel spielt er wieder am Spitzenbrett, in der Regionalliga,
also eine Klasse über uns. Im ersten Kampf gelang ihm ein Remis, in
der nächsten Partie wartet GM Vlastimil Hort auf ihn.
Unser treuer Vereinskamerad Manni Schneider spielt in den Herbstferien
das NRW-U25-Open mit. In einem stark besetzten Feld (u.a. mit Kevin Krug,
DWZ 2125) wird er versuchen, die Farben des SCB bestmöglich zu repräsentieren.
Ergebnisse kann man voraussichtlich auf der Schachjugend
NRW-Seite einsehen.
Wohl noch bekannt im Verein sind die Gebrüder Brieskorn, Christian
ist auch aktuell noch Vereinsmitglied. Nachdem Christian vor drei Wochen
in Moskau seine russische Freundin heiratete, wird Thomas am kommenden Montag
in der Pfarrkirche St.Dionysius seine langjährige Freundin zum Altar
führen. Ihnen alles Gute!! Vielleicht finden Sie mal wieder zum Schach
zurück...
Nicht mehr ganz zu den "Jungs" zählt vielleicht Klaus
Heinzer. Doch immerhin, auch er entspringt der Baumberger Jugend. Gestern
Abend schaffte Klaus mit einem Sieg über Kuhnert den Sprung ins Halbfinale
des Dähnepokals. Dort trifft er auf den SVG'ler Manfred Friedsam, in
der Turnierpartie wie auch im Blitz eine lösbare Aufgabe.
Totgesagte leben nicht nur länger,
sondern auch sehr zeitig! Wer denkt, mit dem SCB sei ab dieser Saison nichts
mehr los, nachdem der Spitzenmann abwanderte, sieht sich bereits zu Beginn
des Spieljahres getäuscht! Mit fünf Mann trat der Schachclub bei
den Blitz-Einzelmeisterschaften des Kreises am Montag an. Zwei erreichten
die Endrunde, Manfred Schneider scheiterte knapp, Cyrill Schipp und Nikolai
Schmald etwas deutlicher. Für David Maciag reichte es in der Endrunde
später leider nicht zu einer vorderen Platzierung, trotz gutem Starts.
Doch Jörg Siepelmeyer schoss den Vogel ab! Der versammelten Blitzprominenz
aus den höher gewetteten Vereinen zum Trotz holte er mit nur 3 Verlustpartien
am ganzen Abend den Titel. Ein erster Fingerzeig, dass der SCB sich nicht
kampflos in sein Schicksal fügen wird.
Am Sonntag beginnt die Verbandsliga-Saison, in der die Erste angeblich schon
dem Abstieg geweiht ist. Wir werden sehen, welche Überraschungen die
hochmotivierte Truppe noch bereit hält!
Vor einem knappen Monat berichteten
wir über Jörgs Pokalerfahrungen: Sieg im Dähnepokal-Halbfinale,
aber Niederlage im Vereins-Pokalfinale innerhalb weniger Tage.
Doch er kam zurück, der Dr. Siepelmeyer, und erfolgreicher denn je! Nachdem
Jörg am Samstag seine Partie im Viererpokal gegen seinen viel höher
bewerteten Godesberger Gegenüber vollstreckte, surfte er gleich weiter
auf der Welle des Erfolgs! Im Finale des Dähnepokals, das ist der Einzel-Pokal
auf Kreisebene, ließ er gestern Abend dem Hitdorfer Udo Bayer keine
Chance. In einer inspirierten Opferpartie holte er für sich und den Schachclub
Baumberg den ersten Kreismeistertitel seit vielen Jahren.
Am Freitag wird es bei unserer Weihnachtsfeier daher einiges zu feiern geben!
Es
war
ein
dramatisches
Finale
bei
den
Deutschen
Ländermeisterschaften
der
Jugend.
Mit
einem
5,5:2,5
-Erfolg
gegen
die
Vertretung
Hamburgs
sicherte
sich
letztlich
die
Jugend
Nordrhein-Westfalens,
angeführt
vom
Baumberger
Thomas
Fiebig
am
Spitzenbrett,
den
Titel
"Deutscher
Ländermeister
2005".
| Zwar
konnte
Thomas
am
Spitzenbrett
dieses
Mal
nicht
so
überragend
auftrumpfen
wie
im
Vorjahr,
doch
knapp
50%
gegen
einen
Gegnerschnitt
von
2236
DWZ-Punkten
kann
sich
dennoch
sehen
lassen. Überragend bei den NRW'lern die Leistung Aleksij Savchenkos von SF Gerresheim am 5.Brett. Bis zur Schlussrunde hatte er alle sechs Partien gewonnen. Thomas Fiebig, der das Schach spielen von 10 Jahren im SC Baumberg begann, spielt seit zwei Jahren wieder bei seinem alten Heimatverein. Der deutsche Meister liefert auch heuer wieder eine überragende Saison ab; am Spitzenbrett des SCB in der Verbandsliga gewann er, ebenso wie im Vorjahr, bislang jede einzelne Partie. Es scheint, als habe der Wechsel zurück nach Baumberg ihm zu einem weiteren Leistungssprung verholfen. Dies unterstreichen auch seine zuletzt überragenden Erfolge bei Einsätzen am 1.Brett in der 2. belgischen Liga für den SK Rochade Eupen. Siege und Remis gegen Titelträger wie vor Wochenfrist gegen IM Bojkov (ELO 2522) lassen auch international aufhorchen. |
Thomas
rockt! |
Daneben
engagiert
sich
Thomas
seit
einigen
Jahren
auch
als
Funktionär
und
Trainer
beim
Schachbund
Nordrhein-Westfalen
und
natürlich
auch
in
Baumberg.
Der
Schachclub
Baumberg
schätzt
sich
glücklich,
einen
so
erfolgreichen
und
dabei
ungeheuer
sympathischen
jungen
Mann
in
seinen
Reihen
zu
haben.
Zu
einer gemeinsamen Veranstaltung
aller Sportvereine Monheims
und Baumbergs lud gestern
Nachmittag auf der Bürgerwiese
der Stadtsportbund. Auch
die Schachvereine aus Monheim
und Baumberg beteiligten
sich und vereinbarten einen
gemeinsamen Stand.
Leider war die gesamte Veranstaltung
eher mäßg besucht;
ein Grund dafür ist
sicher die erfahrungsgemäß
große Konkurrenz an
Veranstaltungen so kurz
vor den Sommerferien. Doch
das tat der guten Stimmung
keinen Abbruch und die Baumberger
Schachfreunde Grottendieck,
Gast, Schmald und Fiebig
repräsentierten gemeinsam
mit zwei Vertretern des
Monheimer Clubs das königliche
Spiel mit viel Freude.
Doch die Aktivitäten
beschränkten sich nicht
nur auf den eigenen Stand!
Dass Schachspieler durchaus
auch Allroundsportler sein
können, bewies man
eindrucksvoll. Nachdem sich
Günter Gast vom Torwandschießen
mit Sandalen fast noch den
Fuß brach, erlangte
er beim Basketball sogar
einen Pokal für eine
ordentliche Trefferanzahl.
Thomas Fiebig wurde Erster
im Dartwettbewerb und auch
Nikolai Schmald stellte
seine vielseitige Begabung
unter Beweis.
Für einen Eindruck
vom Gemeinschaftsstand hier
klicken.
Seit Jahren fährt an
Pfingsten eine kleine Gruppe Baumberger Schachspieler zu einem Open. War
in den letzten 10 Jahren Kassel das Ziel, so musste man in diesem Mai
die Pläne ändern, da das Traditionsturnier nicht mehr ausgetragen
wurde. Es ging daher zu sechst in die Eifel, nach Schleiden-Gemünd,
was sich als gute Entscheidung herausstellen sollte. Jan Ristau, der zu
dieser Saison dem Schachspiel endgültig den Rücken kehrte und
nur noch die Pfingstturniere spielt, startete aus alter Verbundenheit
für die Baumberger Farben. Ironischerweise erzielte er gerade in
diesem Jahr das beste Resultat seiner beendeten 'Karriere'!
Neben Ristau startete auch Rainer Becker ordentlich mit 3 Siegen in den
ersten vier Runden. Sowohl Ristau als auch Becker mussten sich nur in
Runde 2 den internationalen Meistern Viesturs Meijers bzw. Jury Boidman
geschlagen geben. In der fünften Runde versiebte Becker dann gegen
einen 100 Punkte stärkeren Gegner eine klare Gewinnstellung, während
Ristau gegen Herrn Hoss, der zuvor mit einer Dame weniger gegen Thomas
Neuß weiterspielte und einem Selbstmattversuch von Thomas statt
gab, nur remisierte. Die fünfte Runde sollte aber die einzig schlechte
für die beiden besten Baumberger bleiben. Am Morgen des Schlusstages
putzen Ristau und Becker zunächst jeweils die an 6 und 7 gesetzten
2200er Vossen und Schuh und saßen somit in der letzten Runde an
Brett 2 (Ristau gegen IM Boidman) bzw. an Brett 4 (Becker gegen IM Seger).
Becker hielt nach kreativer Eröffnungsbehandlung das Spiel ausgeglichen,
schaffte ein Remis und freute sich über das beste Pfingstopen seines
Lebens. Doch Jan Ristau wusste zu kontern. In unklarer Stellung entkorkte
er nach 45min Nachdenken einen phantastischen Gewinnzug (Partie in 2 Wochen
hier auf der Homepage), worauf Im Boidman sich schüttelnd den Raum
verließ. Der internationale Meister versuchte noch zwei Stunden
seinen jüngeren Gegenüber zu bepfuschen, doch Jan spielte die
Partie sauber nach Hause. Als Belohnung erntete er 5,5 Punkte und den
dritten Platz in der Gesamtwertung,
punktgleich mit dem zweitplatzierten IM Viesturs Meijers und hinter der
Siegerin IM Inna Gaponenko.
Für die vier anderen Baumberger lief das Turnier eher bescheiden.
David Maciag war am Ende über 50% nicht besonders glücklich,
er verspielte ein besserers Resultat vor allem am Morgen des Schlusstages
mit einer unnötigen Niederlage und klar besserer Position. Thomas
Neuß spielte bis auf das oben erwähnte Drama gegen Herrn Hoss
sein bislang bestes Schach, was aber nur zu 2,5 Punkten reichte, ebenso
wie für Christian Brieskorn. Ganz übel setzte sich Nikolai Schmald
selber zu, er trat in der Schlussrunde mit nur 1 aus 6 den schweren Gang
ans letzte Brett an. Zwar konnte er seinen Score noch auf 2 Punkte erhöhen,
dennoch büßte er beim 1.Internationalen Eifeler Pfingstopen
85 DWZ-Punkte ein.
Fotos und Partiefragmente gibt es nach dem Urlaub des Webmasters.
Es ging schleppend los, doch
nachher war es eine richtig schöne Sache. Der erstmalig durchgeführte
Tag des Schachs wurde zwar nicht besonders stark mit Besuchen beehrt, doch
wer dort war, hatte viel Freude. Insgesamt fanden sich in den vier Stunden
am Samstagnachmittag etwa 15 Kinder, teilweise mit Eltern, ein, die zuvor
noch keinen oder sehr wenig Kontakt zum Schachclub Baumberg hatten. Erfreulich
auch, dass es eine Handvoll Erwachsene gab, die sozusagen auf eigene Rechnung
ins Bürgerhaus gekommen waren, ohne dass sie jemanden begleiteten.
In verschiedenen Räumen wurden Rätselaufgaben gelöst, an
einführenden Trainingskursen teilgenommen, Simultanschach gegen NRW-Meister
Thomas Fiebig und Vereinsmeister Rainer Becker gespielt, Kaffee getrunken,
Kuchen, Wurst und Brötchen gegessen und einfach Schach gespielt. Bis
lange nach 16:00 Uhr saß man noch gemütlich in der Cafeteria
bei einigen freien Partien beisammen, denn auch aus dem Schachverein waren
viele Jugendspieler und Erwachsene gekommen, um zum Gespräch oder zu
einer Partie bereit zu stehen.
Die von der reichlich anwesenden örtlichen Presse am meisten gestellte
Frage war, ob man plant, dieses Ereignis zukünftig noch einmal zu wiederholen.
Nachdem sich alle Beteiligten später zufrieden über die Veranstaltung
äußerten, kann die Frage wohl bejaht werden. Allerdings wird
sich erst zeigen müssen, ob einige der Kinder auch am nächsten
Freitag zum Jugendtraining erneut den Weg ins Bürgerhaus finden...
... werfen bekanntlich ihre Schatten
voraus. Am kommenden Samstag plant der SCB erstmals in der Vereinsgeschichte
eine Aktionstag, um das Schachspiel im lokalen Umfeld bekannter und populärer
zu machen. Zielgruppe sind, wie auf unseren Sonderseiten
nachzulesen ist, Kinder und Jugendliche, die in ihrer geistigen Entwicklung
enorm vom Schachspiel profitieren können. Dies schien Grund genug für
die lokale Presse zu sein, die Aktion mit eigenen Artikeln anzukündigen.
Als erster Vertreter der schreibenden Zunft hat gestern die "Wochenpost"
eine Ankündigung auf der Titelseite und einen längeren Artikel auf
Seite 2 veröffentlicht.
Derweil laufen die Planungen und Vorbereitungen auf Hochtouren. Alle Baumberger
Grundschulen und die Gymnasien in Monheim und im Düsseldorfer Süden
sowie die Gesamtschule in Monheim sind bereits mit Plakaten bestückt.
Im lokalen Einzelhandel sind die Schatten des großen Ereignisses auch
kaum zu übersehen.
Völlig unklar ist bei dieser erstmaligen Aktion, wie interessiert sich
die Zielgruppe zeigt. Ob sich am Samstag im Bürgerhaus fünf oder
100 Leute einfinden, das wagt derzeit niemand voraus zu sagen. Hoffen wir,
dass sich möglichst viele Menschen dieses kurzweilige und informative
Angebot nicht entgehen lassen!
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